Häufig gestellte Fragen zur Riester-Rente
Alles, was Sie über Zulagenoptimierung, Produktauswahl und Anbieterwechsel wissen müssen
Um die volle Grundzulage von 175 Euro im Jahr zu erhalten, müssen Sie mindestens 4 Prozent Ihres Bruttoeinkommens (maximal 2.100 Euro pro Jahr) in Ihren Riester-Vertrag einzahlen. Das ist weniger, als viele denken – bei einem Bruttoeinkommen von 30.000 Euro reichen etwa 100 Euro monatlich aus.
Bei einem Fondssparplan investieren Sie flexibel in ETFs oder Investmentfonds und profitieren von höheren Renditepotenzialen – die Gebühren liegen oft unter 1 Prozent pro Jahr. Ein Versicherungsvertrag bietet dagegen garantierte Auszahlungen, ist aber weniger flexibel und die Verwaltungskosten sind mit 1,5 bis 3 Prozent deutlich höher. Für wen es passt, hängt von Ihrer Risikobereitschaft und dem Zeithorizont ab.
Ja, für jedes Kind erhalten Sie eine eigene Kinderzulage von 300 Euro pro Jahr – unabhängig von der Anzahl Ihrer Kinder. Das bedeutet: mit zwei Kindern bekommen Sie 600 Euro Kinderzulagen zusätzlich zur Grundzulage, mit drei Kindern 900 Euro. Diese Zulagen fließen direkt in Ihren Vertrag und erhöhen Ihre Altersvorsorge deutlich.
Ja, ein Anbieterwechsel ist möglich und die bereits erhaltenen Zulagen bleiben bestehen. Wichtig ist, dass Sie die Fristen beachten – normalerweise können Sie einen Vertrag mit einer Frist von 4 Wochen kündigen. Vor dem Wechsel sollten Sie klären, wie Ihre bisherigen Ersparnisse übertragen werden und ob Gebühren anfallen, damit der Wechsel sich wirtschaftlich lohnt.
Ihre Beiträge zur Riester-Rente sind als Sonderausgaben steuerlich absetzbar – bis zu einer Höchstgrenze von 2.100 Euro pro Jahr. Das heißt: wenn Sie 2.000 Euro pro Jahr einzahlen, können Sie diese von Ihrer Steuerlast abziehen. Bei einem Steuersatz von 42 Prozent sparen Sie damit 840 Euro Steuern im Jahr. Die Riester-Zulagen werden zusätzlich gewährt und reduzieren Ihre Steuerersparnis, aber insgesamt fahren Sie deutlich besser als ohne Riester.
Nein, die Zulagen gehören Ihnen und müssen nicht zurückgezahlt werden – egal wann Sie den Vertrag auflösen. Allerdings sollten Sie beachten, dass die Riester-Rente eigentlich für die Altersvorsorge gedacht ist. Bei vorzeitiger Auszahlung fallen Steuern und Sozialabgaben an, und Sie verlieren die Förderung für künftige Jahre.
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Unsere Berater unterstützen Sie bei der Optimierung Ihrer Riester-Strategie und helfen Ihnen, alle Zulagen auszuschöpfen.